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Das neue Einstellungskriterium: Wer wird noch eingestellt?

KI-Kompetenz wird zum Einstellungskriterium für Product Manager und Entwickler

Letzte Woche habe ich mit einem Product Manager gesprochen, der seit Monaten einen neuen Job sucht. Über zehn Jahre Erfahrung, ein starker Leistungsausweis. Trotzdem keine Angebote.

Als ich ihn fragte, wie er mit KI arbeitet, wurde mir klar warum. Er arbeitet noch genau so wie vor zwei Jahren.

Wo wir heute stehen

Ich habe ihm Claude Code gezeigt und wie er damit PRDs schreiben, Nutzerforschung betreiben, Prototypen bauen und Features selbst umsetzen kann. Nicht weil ich nett sein wollte, sondern weil ich dieselbe Umstellung selbst durchgemacht habe.

Mit den neuesten KI-Modellen ist klar: Wir sind an einem Punkt, an dem produktionsreife Software fast vollständig von einem KI-Agenten geschrieben werden kann.

Ich vergleiche es mit Delegation. Früher war KI wie ein Mitarbeiter, dessen Ergebnisse man ständig kontrollieren muss. Jedes Resultat prüfen, nachbessern, nochmal prüfen. Heute ist KI wie ein Mitarbeiter, von dem man weiss: Der kümmert sich darum. Die Arbeit wird in hoher Qualität erledigt, und man wird am Ende über fertige Ergebnisse informiert.

Der klassische PM-Zyklus ist Geschichte

Für Teams ist die Konsequenz fundamental. Der klassische PM-Zyklus, also PRD schreiben, an die Entwicklung übergeben, warten, testen, iterieren, nochmals warten und deployen, existiert so nicht mehr.

Ein PM, der Agentic Coding beherrscht, kann den gesamten Weg von der Idee bis zum testbaren Prototyp selbst durchlaufen. Nicht in Wochen. In Stunden.

Damit verschiebt sich das Anforderungsprofil: weniger Koordination von Stakeholdern, mehr echtes Produktverständnis. Wer das Produkt wirklich versteht, kann es jetzt auch selbst bauen.

Warum Entwickler jetzt in Produkt denken müssen

Das Gleiche passiert bei Entwicklern, nur in umgekehrter Richtung. Früher haben sie auf Anforderungen gewartet und diese abgearbeitet. Heute kann ein Entwickler mit Produktverständnis den gesamten Zyklus selbst abdecken. Er ist nicht mehr auf die Koordination durch einen PM angewiesen.

Die Rollen wachsen zusammen. PMs müssen technischer werden. Entwickler müssen mehr in Produkt denken.

Das neue Einstellungskriterium: Wer wird noch eingestellt?

Es bildet sich gerade eine klare Trennlinie: Auf der einen Seite stehen traditionelle Entwickler und PMs. Auf der anderen Seite Leute, die seit 6 bis 12 Monaten konsequent mit KI arbeiten.

Die zweite Gruppe wird bevorzugt eingestellt und besser bezahlt. Nicht weil sie schlauer sind, sondern weil sie ihre Arbeitsweise grundlegend umgestellt haben. Gleichzeitig macht das Bot-gegen-Bot-Problem im Recruiting es für alle schwieriger, echte Kompetenz sichtbar zu machen.

Junior-Entwickler, die sich in den letzten sechs Monaten intensiv mit Agentic Coding beschäftigt haben, ihren Context gezielt managen und die richtigen Kniffe kennen, erledigen heute Arbeit, für die es früher einen Senior brauchte. Das Basisniveau hat sich verschoben.

Die Frage im Vorstellungsgespräch ist nicht mehr «Erkläre mir eine Linked List», sondern «Zeichne mir auf, wie ein KI-Agent funktioniert».

Dieselbe Logik gilt für Product Manager

Wer heute noch PRDs schreibt und auf die Entwicklung wartet, konkurriert mit Leuten, die in derselben Zeit drei Iterationen durchlaufen haben.

Was du morgen tun kannst

Installiere Claude Code oder Codex. Nutze es für alles: PRDs schreiben, Specs erstellen, einfache Features selbst bauen, Prozesse automatisieren, Daten analysieren. Nicht einmal pro Woche, sondern täglich.

Das Lernen funktioniert wie Velofahren. Du musst es regelmässig machen, um ein Gespür dafür zu entwickeln, was funktioniert und was nicht. Welche Prompts bessere Resultate liefern. Wo die Grenzen liegen, und wo sie weiter sind, als du denkst.

Der PM, mit dem ich gesprochen habe, hat angefangen. In drei Monaten wird er ein anderer Kandidat sein.

Was heisst das für dein Unternehmen?

Wenn du ein Schweizer KMU führst, betrifft dich diese Entwicklung doppelt: Einerseits wird es schwieriger, Talente ohne KI-Kompetenz zu finden. Andererseits wird es umso wichtiger, dein bestehendes Team für diese neue Arbeitsweise fit zu machen. Eine KI-Beratung hilft dir, den aktuellen Stand deines Teams einzuschätzen und die richtigen Prioritäten zu setzen.

Ein strukturiertes KI-Training hilft deinem Team, den Wandel von «KI als Werkzeug» zu «KI als Arbeitsweise» zu vollziehen. Nicht als theoretischer Workshop, sondern mit den Tools und Workflows, die in der Praxis den Unterschied machen.

Die Frage ist nicht, ob du umsteigst. Die Frage ist, wie viele Monate Vorsprung du den Leuten gibst, die es bereits getan haben.

Willst du wissen, wo dein Team steht und welche nächsten Schritte sinnvoll sind? Buche ein kostenloses Gespräch, 30 Minuten, unverbindlich, ohne Verkaufsdruck.

Häufige Fragen

Was bedeutet Agentic Coding für Product Manager?

Ein PM mit Agentic Coding Kompetenz kann den gesamten Weg von der Idee bis zum testbaren Prototyp selbst durchlaufen, in Stunden statt Wochen. Das klassische Modell, ein PRD zu schreiben und auf die Entwicklung zu warten, wird damit obsolet.

Werden Junior-Entwickler durch KI ersetzt?

Nein, aber das Anforderungsprofil verschiebt sich. Junior-Entwickler mit 6 bis 12 Monaten Agentic Coding Erfahrung leisten heute Arbeit, für die es früher einen Senior brauchte. Wer diese Kompetenz nicht aufbaut, verliert den Anschluss.

Wie schnell kann ich Agentic Coding lernen?

Der Einstieg gelingt in wenigen Tagen. Das Gespür für effektive Prompts, Context Management und die Grenzen der Tools entwickelt sich durch tägliche Nutzung über zwei bis drei Monate. Regelmässig üben ist entscheidend, genau wie beim Velofahren.

Was bedeutet KI-Kompetenz als Einstellungskriterium für Schweizer KMU?

Schweizer KMU, die Talente mit KI-Kompetenz einstellen, gewinnen Mitarbeitende mit deutlich höherer Produktivität. Gleichzeitig steigt der Druck auf bestehende Teams, ihre Arbeitsweise umzustellen. Ein gezieltes KI-Training hilft, diesen Wandel strukturiert anzugehen.

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